IG-SPEZIALSCHIFFE-Workshop

Leuchtstoffröhren

Hanno Niesler


Das Licht der Leuchtstoffröhren ist deutlich kälter als das der übrigen Leuchten.

Leuchtstoffröhren werden auf modernen Schiffen oft als Deckbeleuchtung oder zur Beleuchtung spezieller Gegenstände benutzt. Sie haben eine hohe Lichtausbeute und leuchten Flächen annähernd schattenfrei aus. Besonderes Merkmal ist natürlich ihre Länge, die Lichtfarbe (Farbtemperatur) und insbesondere das Einschaltflackern. Ganz moderne Leuchten zünden zwar dank eines Hochfrequenz-Vorschaltgerätes flackerfrei, doch ist gerade das Einschaltflackern charakteristisch.
Zunächst mußte eine Lösung gefunden werden, wie man eine Leuchtstoffröhre in der vorgegebenen Größe simuliert. Es gibt zwar Miniatur-Leuchtstoffröhren zu kaufen, die von den Maßen her gepasst hätten, nur die Anschlußkappen, die recht wuchtig ausfallen, hätten nicht unter die schlanke Lampenabdeckung (4,5 x 4,5 x 50mm) gepasst. Also mußte eine andere Lösung her.


Das Schild mit dem Schiffsnamen und der Röhre darüber.

Weiße SMD-LEDs erfüllen eine Vorraussetzung schon mal perfekt, nämlich die der hohen Farbtemperatur (Kaltlicht). Und sie passen durch ihre kleine Bauform in größerer Menge unter die Abdeckung. Also habe ich 15 LEDs in 3 Gruppen zu je 5 Stück in das U-Profil gefriemelt, das als Lampenabdeckung dient. Es handelt sich bei den LEDs nicht um superhelle, sondern um einen normalhellen Typ. Zudem wird jede LED nur mit 11 statt 20 mA versorgt, damit die Helligkeit der Leuchtstoffröhre realistisch ist. Die Strombegrenzung der LEDs, von denen jeweils 5 parallel und die 3 Gruppen dann in Reihe geschaltet sind, übernimmt ein Vorwiderstand.


Mit 15 SMD-LEDs wird die Leuchtstoffröhre simuliert.

Bei der Durchsicht des Conrad-Eisenbahnkataloges (jaja, ich oute mich hier mal als Modellbahner, aber als passiver!!) bin ich auf ein microprozessorgesteuertes Modul gestoßen, das das Einschaltflackern von Leuchtstoffröhren simuliert. An 5 Ausgängen können 5 verschiedene Kreise angeschlossen werden, die dann unterschiedlich flackern, sobald ein Starttaster gedrückt wird. Wird das Startsignal gehalten, wird an Ausgang 5 sogar eine defekte, dauernd flackernde Röhre simuliert.
Einziger Haken an der ganzen Sache ist der erforderliche Startimpuls, denn ausgeschaltet wird, in dem man die Versorgungsspannung unterbricht. Also bräuchte man einen Schalt- und einen Tastkanal, um das Midul zu bedienen. Aber das wäre ja Verschwendung! Also steuere ich den Starteingang der Einfachheit halber über ein Miniatur-Relais an (klar, 'ne Transistorschaltung wär hier natürlich edeler...) , das über ein RC-Glied betätigt wird. So zieht es beim Einschalten ca. eine halbe Sekunde später an und startet das Programm.


Nachteinsatz.

HN

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