IG-SPEZIALSCHIFFE-Workshop

Bugstrahlruder selber bauen

Jörg Strozynski

Für meinen Versorger NANUQ benötigte ich ein Bugstrahlruder. Da die im Fachhandel erhältlichen Artikel im Durchmesser zu groß sind, blieb also nur ein Eigenbau. Die Materialien für den Bau kamen aus der Restekiste. Zum Erstellen des Bodens, des Flansches, sowie des Deckels des zylindrischen Gehäuses habe ich Reststücke einer kupferkaschierten Epoxyplatte benutzt. Die Wand des Zylinders besteht aus einem 0,5 mm starken Streifen Messing. Nach dem befestigen der Seitenwand setzte ich als Querstromrohr ein Alu-Rohr mit 10 mm Außen-Durchmesser ein. Danach habe ich das in den Drehkreis des Rotors hineinragende Stück Rohr einfach ausgefräst. Um evtl. anfallende Wartungs- oder Reparaturarbeiten durchführen zu können, habe ich dem Gehäuse einen Dichtungsflansch spendiert. Dieser ist ca. 6mm breit und als Ring am äußeren, oberen Ende des Gehäuses angelötet. Zur Fixierung des Deckels hat der Flansch vier Gewindebohrungen. Die Abdichtung erfolgt mit herkömmlichen Silikon und vier M2-Schrauben.

Bugstrahler NANUQ

Bugstrahler NANUQ

Als Motorhalter sowie zur Wellenführung dient ein 4mm Messingrohr. Da das Messingrohr erst oberhalb der Wasserlinie endet, ist in diesem Fall eine vertikale Dichtung nicht erforderlich. Die Welle besteht aus einem passend abgelängten 2mm Messingdraht. Am unteren Ende der Welle entstanden ebenfalls aus 0,5mm Messingblech die Flügel des Rotors. Am oberen Ende presste ich eine Riemenscheibe von Graupner auf die Welle. Für eine kraftschlüssige Übertragung der Drehzahl gibt es mehrere Möglichkeiten. In meinem Fall benutzte ich eine Dichtung aus dem Sanitärbedarf. Die Dichtung ist an der Innenseite keilförmig angeschnitten, damit sie besser in der Riemenscheibe liegt. Der Motor stammt aus einem alten Kassettenrecorder.

Maße des Antriebs:

Gehäusedurchmesser ohne Flansch 31mm
Gehäusedurchmesser mit Flansch 43mm
Gehäusehöhe 13mm
Gesamthöhe 78mm
Durchmesser Querstromrohr 10mm
Durchmesser Rotor 28mm

Die Maße sind nur als Anhaltspunkt gedacht, da sich das Bugstrahlruder in beliebiger Größe bauen läßt.

* * * * * * *

Eine weitere Variante. Hier eingebaut im Schlepper LINGE von Thomas Lührsen.

Bugstrahler LINGE, Thomas Lührsen

Das Funktionsprinzip ist das selbe wie beim Bugstrahlruder im Versorger NANUQ. Lediglich der Antrieb erfolgt hier über einen Servomotor und Zahnräder aus einem CD-Wechsler.

* * * * * * *

Version von Hanno Niesler. Hier eingebaut im Schlepper UDU. Der Antrieb erfolgt über einen handelsüblichen Mabuchi Motor; die Kraftübertragung über einen Antriebsriemen aus einem Kassettenrecorder.

Auch das hier gezeigte Bugstrahlruder arbeitet nach demselben Prinzip wie die zwei vorhergegangenen.

JS